Löwenzahn






Welche Wirkungen hat der Löwenzahn?

Der Löwenzahn hat viele heilende Eigenschaften und Wirkungen. Dazu kann er in Form von Salat, Tee, Pflanzensaft (der weisse Milchsaft aus den Stängeln), Frischpflanzenpresssaft, Kaltwasserauszug, Kaffee, Wein oder Löwenzahnwurzelextrakt genutzt werden. Wichtig ist dabei, das Präparat der Wahl regelmässig und kurweise über mehrere Wochen hinweg einzusetzen oder noch besser: den Löwenzahn einfach täglich frisch zu essen.

Löwenzahn bei Verdauungsbeschwerden

Besonders bekannt ist der positive Einfluss des Löwenzahns auf sämtliche Organe, die an der Verdauung beteiligt sind. So steigert Löwenzahn die Magensaftsekretion, wirkt appetitanregend und ausserdem krampflösend.

Aus diesem Grunde setzt man Löwenzahntee, Löwenzahnsalat, Löwenzahnpresssaft sowie den kraftvollen Löwenzahnwurzelextrakt bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl ein.

Löwenzahn für Leber und Galle

Löwenzahn hat ferner choleretische Wirkung. Das bedeutet, er regt die Produktion der Gallenflüssigkeit in der Leber an, führt dazu, dass die Gallenflüssigkeit schön dünnflüssig bleibt und verbessert den Fettstoffwechsel, hilft also beim Abbau z. B. einer Fettleber (in Verbindung mit einer passenden Ernährung).

Bei Problemen mit der Leber oder der Galle ist der Löwenzahn also eine der wichtigsten Heilpflanzen und wird folglich nicht nur bei Keberreinigungen, sondern traditionell auch bei Hepatitis (Gelbsucht), Gallensteinen und Leberzirrhose eingesetzt – selbstverständlich unter Aufsicht eines phytotherapeutisch bewanderten Heilpraktikers oder Arztes.




Schritt 1: Löwenzahn sammeln und trocknen Für den Öl-Auszug benötigen wir große Mengen an Löwenzahn. Genauer gesagt eine große Menge Löwenzahnblüten. Da die Blüten sehr viel Wasser enthalten, müssen diese nach dem Sammeln noch getrocknet werden. Zu diesem Zweck könnt Ihr die Blüten entweder einige Tage auf Küchenpapier an einem warmen Ort, jedoch ohne direkte Sonneneinstrahlung trocknen lassen. Wenn es etwas schneller gehen soll, kann entweder ein Dörrautomat oder der Backofen helfen. Solltet Ihr euch für den Ofen entscheiden, empfehlen wir die Temperatur auf maximal 40 Grad zu stellen und zwischendurch den Ofen immer mal wieder zu öffnen, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Am Ende sollten eure Löwenzahnblüten in etwa wie folgt aussehen: Wichtig: Die Blüten besitzen sehr viel Wasser, so dass auch das Trocknen im Ofen mehrere Stunden in Anspruch nehmen wird.

Schritt 2: Öl-Auszug herstellen Nachdem wir über eine ausreichende Menge an Löwenzahnblüten verfügen, müssen diese in einem verschließbaren Glas mit Pflanzenöl aufgegossen werden. Welches Öl du nimmst, ist dir überlassen: Du kannst sowohl Sonnenblumenöl als auch Olivenöl, Sesamöl, Mandelöl oder ein anderes Öl deiner Wahl verwenden. Wichtig ist nur, dass die Blüten vollständig mit Öl bedeckt sind. In unserer Testküche haben wir uns übrigens für Olivenöl entschieden. Um nun die Wirkstoffe des Löwenzahns aus den Blüten herauszulösen gibt es zwei Möglichkeiten. Für die langsame und etwas schonendere Methode zur Herstellung des Ölauszuges solltest du dir zwischen vier und sechs Wochen Zeit nehmen und die folgenden Schritte durchführen:

  1. Sorge dafür, dass alle Luftbläschen aus dem Glas verschwinden. Rühre dafür vorsichtig mit einem Holz- oder Glasstäbchen das Glas um.

  2. Verschließe das Glas und lagere es an einem warmen und gleichzeitig schattigen Ort.

  3. Prüfe mindestens jeden zweiten Tag, ob sich Kondenswasser auf der Innenseite des Glases gebildet hat. Falls Wasser vorhanden ist, öffne das Glas und wische das Kondenswasser vorsichtig mit einem Tuch ab. Danach muss das Glas wieder verschlossen und leicht geschüttelt werden. So wird das Herauslösen der Wirkstoffe begünstigt. Außerdem wird die Schimmelbildung vermieden. Sollte sich einmal Schimmel im Glas breit machen, ist das Produkt leider nicht weiter zu verwenden.

  4. Nach vier bis sechs Wochen ist der Löwenzahn Öl-Auszug (der übrigens auch Mazerat genannt wird) fertig.

Die etwas schnellere Alternative zu der eben vorgestellten Methode ist ein Heißauszug. Der Vorteil: Neben der geringen Wartezeit ist die  Gefahr der Schimmelbildung bei dieser Vorgehensweise nicht vorhanden. Für den Heißauszug sind die folgenden Schritte von Nöten:

  1. Stelle das Glas mit dem Öl und den Blüten geöffnet in einen Topf und fülle diesen Top etwa ¾ mit Wasser.

  2. Erwärme das Wasser im Topf auf etwa 80 Grad und lass dein Öl für mindestens eine Stunde  auf dem Herd ziehen.

  3. Sobald das Öl in deinem Glas abgekühlt ist muss das Glas verschlossen werden und noch einmal 2-4 Tage nachziehen.

Nachdem dein Auszug fertig ist kannst du ihn durch ein Küchentuch oder einen Kaffee- oder Tee-Filter abseihen. Vergiss nicht, auch die Blüten auszupressen, sobald das Öl aus dem Glas gelaufen ist. Das so gewonnene Löwenzahn-Öl kannst du jetzt entweder weiterverarbeiten oder es direkt als Massageöl, bei Verspannungen oder auch bei Mückenstichen direkt auf der Haut einsetzen.




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